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Älter werdende und ältere Menschen, auch pflegebedürftige Menschen

Es gibt das biologische, soziale und funktionale Alter. Der Werra-Meissner Kreis ist innerhalb Hessens am stärksten vom demografischen Wandel betroffen. Senioren wünschen Selbstbestimmung, Versorgungssicherheit und Soziale Sicherheit. In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass der Alltag im Alter weiblich ist und der Alltag ist ein Wohnalltag. Frauen werden älter als Männer und Männer verlassen sich im Alter mehr auf ihre Ehefrauen. Deswegen spricht man von der ‚Feminisierung des Alters‘.

Aufgrund des Single-Daseins gehen sie weniger in die Öffentlichkeit, verbleiben die meiste Zeit des Tages in der Wohnung. Die Zeit außerhalb der Wohnung wird schwindend gering.

Die Wünsche der Senioren sind uns nicht fremd. Oberste Priorität für ein selbstbestimmtes Leben ist die Mobilität. Damit ist nicht nur das Autofahren gemeint. Vielmehr das Gehen ohne Schwierigkeiten! Für einen Spaziergang durch den Ort wünscht sich mancher Senior mehr Sitzmöglichkeiten, weil die Ausdauer nicht mehr so arg ist. Wenn möglich mit Unterstand, wenn es unverhofft regnet.

Eine weitere Priorität ist das sichere Wohnen. Sicherheit vor Einbruch. Sicherheit bei körperlichen Gebrechen. Pflegerische Betreuung im Bedarf.

Eine weitere Priorität ist der Erhalt vorhandener sozialer Kontakte.

Für Senioren gibt es mittlerweile verschiedenste Wohnformen. Allerdings wählen nur wenige einen Umzug in eine Senioren-WG, Betreutes Wohnen oder Pflegeheim. Aus Furcht vor dem Verlust der Selbstbestimmung. Allerdings auch die fehlende Erfahrung mit den neuen Wohnformen. Es fehlt auch an Unterstützung, eine geeignete Wohnform für sich zu finden. Hier helfen Ihnen die Mitarbeiter des Seniorennetzwerkes gerne weiter.

Selbstbestimmung: in der eigenen Wohnung bleiben. Über die Unterstützung selbst bestimmen. Nicht wie ein Kleinkind behandelt werden oder als "Reserve-Oma".

Versorgungssicherheit: gute Einkaufsmöglichkeiten, hausärztliche und fachärztliche Betreuung innerhalb des Ortes oder Gemeinde, Bankgeschäfte, Besuchsdienste. Wenn das Alleinewohnen nicht mehr gesichert ist, sollte die Möglichkeit in eine Wohnform der eigenen Wahl möglich sein.

Soziale Sicherheit: Sich als Mitglied der Gemeinschaft fühlen. Soziale Kontakte erhalten, beachtet werden, respektiert werden. Sich in der Nachbarschaft wohlfühlen.